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IN ZÜGEN UND STÄDTEN SICHER REISEN

IN ZÜGEN UND STÄDTEN SICHER REISEN

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Die wichtigsten Tipps für
Frauen im Public Transport

Überregionale Züge oder der öffentliche Nahverkehr bringen uns
in Metropolen sehr schnell von A nach B. Zur Sicherheit sollten Sie sich
für Ihre Reisen mit Public Transport folgendes angewöhnen:

1. Handtasche

In den letzten Jahren ist der Inhalt unserer Handtaschen in der Regel noch wertvoller geworden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich gleich zwei Mobiltelefone darin befinden, vielleicht noch ein Tablet oder Laptop, dazu diverse Kreditkarten, Ausweis, möglicherweise noch eine Kamera und Bargeld.

Das sieht man unseren Handtaschen dann meist auch schon von außen an ihrem Gewicht und Umfang an. Ist es dann noch eine besonders schöne Handtasche, wird sie leicht zum Objekt der Begierde unliebsamer Zeitgenossen.

Vorbereitung für den Fall eines Diebstahls

Zunächst sollten Sie daheim alle wichtigen Dokumente wie Ausweise, Kreditkarten etc. fotografieren oder scannen und die Informationen auf einer sicheren externen Festplatte oder im Safe zu Hause hinterlegen. Der Ärger bei Verlust oder Diebstahl einer Handtasche ist groß genug.

In dieser stressreichen Situation lohnt es sich, sämtliche Informationen parat zu haben, um Kartensperrungen sofort zu veranlassen und Ausweis-Dokumente beantragen zu können.

Der Verlust ist in diesem Fall Stress genug. Daher nehmen Sie sich die Zeit für diese wichtige Dokumentation gleich am nächsten Wochenende. Falls Sie noch nicht die Zeit gefunden haben und Ihnen Kreditkarten entwendet werden, finden Sie alle Informationen unter welchen Nummern Sie die Karten sperren lassen auf der Seite Sperr-Notrufe.

Überlegen Sie vor jeder Reise, ob Sie wirklich alle diese wertvollen Dinge in der Handtasche dabei haben wollen oder müssen.

Sind Sie zusätzlich mit Koffer unterwegs, ist eine Tasche, die mit einem Schulterriemen quer über den Körper getragen werden kann, sinnvoll, um wenigstens eine Hand freihaben. Hilfreich auf Rolltreppen und Laufbändern, beim Einstiegen in Zug, Busse oder Bahnen, wenn auch nicht sonderlich elegant.

2. Schuhe

Who does not love a High Heel? Leider auch Trickdiebe, die vorgeben, auf der Rolltreppe vor Ihnen den Halt zu verlieren und Sie dabei zu Boden, in diesem Fall auf die fahrende Rolltreppe, bringen. Komplizen entwenden Ihnen dann in Sekundenschnelle die Handtasche und oder Aktentasche.

Keine Räuberpistole sondern leider in vielen Großstädten an der Tagesordnung. Mit High Heels markieren Sie sich selbst als Opfer, denn in diesen eleganten Schuhen haben Sie auf Rolltreppen oder normalen Treppen wenig Halt. Es lohnt sich bei Public Transport daher immer, in Flats unterwegs zu sein und erst bei Ankunft am Ort in die High Heels zu wechseln.

3. Handschuhe

Selbst bei wärmeren Temperaturen ein sehr nützliches Accessoire, mit dem es sich beherzt in Zügen, die kurz vor der Bahnhofseinfahrt nochmals ruckhaft auf die Seite schwanken, auf endlosen Rolltreppen oder bei engen Ausstiegen aus halb-historischen Straßenbahnen zugreifen und festhalten lässt.

4. Gang

Ein aufrechter, selbstbewusster Gang mit einer entspannten Haltung der Arme ist immer gut – insbesondere in Bahnhöfen.

5. Ticket & Timetable für den öffentlichen Nahverkehr

Beides sollten Sie möglichst schon vor Abreise online organisieren. In den meisten Städten sind Tagestickets relativ günstig und so müssen Sie nicht vor Fahrkartenautomaten in fremden Städten nach Ihrem Portemonnaie oder Kreditkarten kramen. Auch den Timetable sollten Sie bereits vorab auf das Handy laden oder als Ausdruck mit dabei haben.

6. Kamera läuft

Warten Sie an Bahnsteigen, ob bei U-Bahn oder sonstigen Zügen, bewusst in den Bereichen, in denen Kameras und/ oder Notfallrufe installiert sind. Suche Sie Stellen auf den Bahnsteigen, die gut beleuchtet sind und in denen Sie genügend Raum haben, um ausweichen zu können.

Siehe auch
Was suchen wir wirklich, wenn wir nach einem Reiseziel suchen.

Sie sollten nie zu nahe an der Bahnsteigkante stehen. Personengruppen, die vertrauenswürdig aussehen, sind ein Plus in Ihrer Nähe. Personen, die Ihnen suspekt vorkommen oder die sich in einem Streit befinden, sollten Sie meiden.

Insbesondere am Abend macht ein Abwehrspray und ein Mobiltelefon in der Jackentasche zusätzlich Sinn. Machen Sie sich daheim in Ruhe mit der Notfallfunktion Ihres Mobiltelefons vertraut, so dass Sie im Ernstfall schnell reagieren oder auch für andere Hilfe rufen können.

7. Höflichkeit

Höflichkeit ist im normalen Alltag wunderbar und macht das Leben leichter so viel angenehmer. Wenn Ihnen Ihr Gefühl sagt, dass Sie sich in einer Situation nicht wohlfühlen, stehen Sie wortlos auf und gehen woanders hin.

Bei Gesprächen, in die Sie ungewollt verwickelt werden, sollte Ihre Stimme klar, laut und bestimmt sein. Weibliche Zurückhaltung oder falsch verstandene Höflichkeit sind hier falsch am Platz.

8. Nachtfahrten

Manchmal kommt man nicht umhin, einen sehr späten Zug nehmen zu müssen. In diesen oft nur noch spärlich besetzten Zügen sollten Sie einen Wagon oder Sitzplatz wählen, der sich in der Nähe des Fahrers oder Schaffnerabteils befindet — zumindest so lange noch nicht alle Verkehrsmittel fahrerlos unterwegs sind. In den meisten Städten ist zu späten Nachtzeiten ein lizensiertes Taxi eine gute Investition.

9. Women only

In einigen Ländern gibt es Zugabteile, die ausschließlich für Frauen vorgesehen sind. Versuchen Sie nicht, in diesen Ländern einen Reformprozess zu initiieren, indem sie diese ignorieren, sondern nutzen Sie dieses Angebot der Zuggesellschaften. Es gibt genug andere Gelegenheiten, politisch oder gesellschaftlich aktiv zu werden.

Abbildung: ‘Over New York’ B&W, 1963, Melvin Sokolsky, at Hotel Edition NYC

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