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WELCHE YOGA-KLASSE?

WELCHE YOGA-KLASSE?

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Interessiert an Yoga, aber nicht sicher, welcher Yoga-Stil passt?

Mehr Flexibilität, gut definierte Muskeln, eine bessere Konzentration und Körperhaltung gehören zu den schnellen Erfolgen, sobald man anfängt, Yoga regelmäßig zu praktizieren. Das sind bereits genug Argumente, die Yoga-Matte auszurollen. Doch welcher Yoga-Stil passt zu mir?

Yoga Übungen sind ideal, um Stress abzubauen, den Kopf zu klären und nach einer Yoga-Übung am Morgen frisch in den Tag zu starten. Bei einigen Yoga-Arten wird zudem viel Wert auf Spiritualität gelegt.

Gerade für Anfänger ist die Wahl der richtigen Yoga-Klasse entscheidend

Denn es wäre schade, das Experiment Yoga gleich zu Beginn wieder abzubrechen mit dem Gedanken: Yoga ist nichts für mich. Vielleicht lag die Enttäuschung nur daran, dass man die „falsche“ Klasse gewählt hat.

BIKRAM YOGA
Für Fitness-Enthusiasten

In einem Yoga-Studio, das bis auf 40 Grad Celsius erwärmt wird, kommt man schon bei der ersten von 26 statischen Übungen ins Schwitzen. Die Yoga-Stunden gleichen eher einem Boot-Camp. Es gibt in der Regel zwei Atemübungen, aber die spirituelle Seite des Yogas wird man hier vergeblich suchen. Suchen sollte man jedoch nach einem Studio, dass die originäre Abfolge des Bikram Yogas unterrichtet. Aufgrund der großen Popularität gibt es viele Hot-Yoga-Anbieter unterschiedlichster Qualität.

ASHTANGA YOGA
Immer im Fluss

Hier ist Ausdauer und Kondition gefragt, denn die Übungen werden in einem kontinuierlichen Flow ausgeführt. Die Ashtanga Yoga-Übungen sind nur ein Teil der gesamten Philosophie dieser Yoga-Schule. Es gibt weitere sieben Einheiten, die sich spezifisch mit den Themen Konzentration und Atmung beschäftigen sowie Dehnübungen und Regeln zur Lebensführung mit einbeziehen. Die wenigsten Yoga-Studios bieten neben den Vinyasas weitere Ashtanga Yoga-Einheiten an. Ein guter Yoga-Lehrer bringt jedoch den ein oder anderen Aspekt in seine Yoga Klasse mit ein.

Pattabhi Moist hat Ashtanga Yoga in seiner Schule im indischen Mysore Ashtanga Yoga populär gemacht. Neben Übungen, die auf alte indische Schriften zurückgehen, hat er auch Teile einfügt, die aus dem Militärtraining, dem Bodybuilding und dem gymnastischen Repertoire stammen.

YIVAMUKTI YOGA
Chanting Ohm

Diese Form des Yogas wurde von zwei Hipstern in den 80er Jahren in New York entwickelt. Beide waren Schüler von Pattabhi Moist. Sie kombinieren die Yoga-Übungen mit meditativen Elementen, Musik und Chanting. This is not everybody’s cup of tea. Zudem sehen sie vegane Ernährung als wichtigen Teil ihrer Yoga-Philosophie an.

IYENGAR YOGA
Die Yoga-Matte allein reicht nicht

BKS Iyengar gilt als einer der Großväter des modernen Yoga. Zahlreiche Yoga-Schriften wurden von ihm verfasst. In den Iyengar-Yoga-Klassen werden viele Hilfsmittel wie Seile, Gürtel oder Schaumstoffblöcke verwendet. Iyengar Yoga wird daher oftmals für Therapien nach Muskel- oder Gliederverletzungen eingesetzt.

Der Rhythmus der Iyengar-Übungen ist in der Regel langsamer aber dennoch sehr anspruchsvoll. Schulterstand und Kopfstand gehören hier zu den beliebtesten Übungen — mit mindestens 25 Atmungen.

Siehe auch

KUNALINI YOGA
AUF BEWUSSTSEINSHÖHE

Ursprünglich war diese Form des Yogas weisen Männern und dem Adel vorbehalten. Spiritualität ist bei dieser Form des Yogas wichtig. Ziel des Kunalini-Yogas ist es, emotionale und psychosomatische Blockierungen zu lösen, um auf diese Weise eine höhere Ebene des Bewusstseins zu erlangen.

Traditionell ist für Kunalini-Yoga nur weiße Kleidung vorgesehen. Chanting ist auch bei dieser Form des Yogas ein wichtiger Bestandteil: „Ong Namo Guru Dev Namo“ klingt daher regelmäßig durch die Yoga-Räume, was in etwa bedeutet „Ich rufe den Schöpfer an, der mich erschaffen hat, der Gott des Geistes und der Weisheit ist“.

RESTORATIVE YOGA
LANGSAM ZU LÄNGEREN MUSKELN

Einige der Yoga-Übungen werden bis zu 7 Minuten gehalten. Typischerweise werden daher in einer Yoga-Stunde meist nur eine Handvoll von Übungen durchgeführt. Das lange Halten der einzelnen Positionen ist anspruchsvoll. Auch bei dieser Yoga-Form werden eine Reihe von Hilfsmitteln benötigt. Hier geht es vor allem darum, die Muskel zu dehnen und das Gewebe zu stimulieren. Langstreckenläufer und Sportler, die sehr viel mit Gewichten arbeiten, sind Anhänger dieser Form des Yogas.

Restorative Yoga ist gut für Yoga-Schüler geeignet, die wenig Flexibilität besitzen, aber auch für Sportler nach Sportverletzungen, wenn ein langsamer, wirksamer Aufbau von Muskeln gefragt ist.

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