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YOGA-ETIKETTE

YOGA-ETIKETTE

Die wichtigsten Informationen zur Yoga-Etikette, damit Sie sich von Anfang an im Yoga-Studio wohl fühlen.

 

Vor dem ersten Yoga-Kurs

 

Yoga hilft Stress abzubauen und beweglich zu bleiben. Damit es vor dem ersten Besuch eines Yoga-Kurses keinen Stress gibt, lohnt es sich, die folgenden Regeln der Yoga-Etikette zu kennen.

1
VORBEREITUNG

Yoga-Studios, Yoga-Retreats und die jeweiligen Yoga-Lehrer sind sehr unterschiedlich. Daher lohnt sich das intensive Studium der Homepage und sogar ein erstes persönliches Gespräch zum Kennenlernen, damit Sie sich später im Kurs auch wirklich wohlfühlen.

2
KLEIDUNG

Auch hier gibt es unterschiedliche Regeln. Manche Yoga-Lehrer bestehen darauf, dass ihre Schüler enganliegende Kleidung mit kurzen Hosen tragen, weil sie auf diese Weise die Übungen ihrer Schüler im Detail leichter beobachten können. Bei manchen Yoga-Klassen ist weiße Kleidung vorgeschrieben.

In anderen Studios wiederum bestehen die Klassen aus völlig bunt gemischten Fitness-Kleidungsstilen. Erkundigen Sie sich vorher, ob bei Ihrer Klasse spezifische Kleidungsvorschriften bestehen. Schuhe haben im Yoga-Übungsraum keinen Platz; sie bleiben in jedem Yoga-Studio vor der Tür.

3
MATTE

Bringen Sie am besten eine eigene Matte mit. Die Investition in eine gute Yoga-Matte lohnt sich. In den meisten Studios können Matten ausgeliehen werden, dann wird jedoch in manchen Studios erwartet, dass Sie ein Handtuch mitbringen und/oder die Matten nach der Yogastunde mit einem Spezialspray reinigen.

Als Anfänger sind die einzelnen Übungen kompliziert genug. Machen Sie es sich mit einer eigenen Matte einfach und genießen Sie den Luxus, daheim jederzeit auf Ihrer eigenen Matte üben zu können.

4
BRILLE

Manche Yoga-Lehrer erlauben das Tragen von Brillen nicht. In diesem Fall bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als auf Kontaktlinsen auszuweichen oder besonders pünktlich zum Yoga-Kurs zu erscheinen, um einen Platz mit guter Sicht möglichst weit vorne im Raum zu ergattern.

5
AUSRICHTUNG

Betritt man den Übungsraum, in dem bereits Schüler warten, legt man die Matte mit gleichem Abstand wie die bisherigen Matten aus und achtet darauf, dass man Übenden, die sich bereits hinter einem platziert haben, nicht die Sicht auf den Yoga-Lehrer versperrt.

Als schlechtes Benehmen gilt es, die Matte mit einem lauten Knall auf den Boden zu werfen. Erfahrene Yogis weisen dann gerne auf Brahmacharya hin, das im übertragenen Sinne bedeutet, dass man seine Energie nicht auf nutzlose Dinge verschwenden sollte und auch gegenüber den Mitschülern achtsam sein sollte, damit diese ihre Energie nicht in Ärger über Ihre Lautstärke investieren müssen.

6
STILLE

Betritt man den Yoga-Übungsraum grüßt man den Yoga-Lehrer mit einem kurzen Kopfnicken. Sprechen ist während der gesamten Yoga-Stunde ein Tabu. Das Sprechen im Übungsraum ist allein dem Yoga-Lehrer vorbehalten.

Ein Mobiltelefon in den Übungsraum mitzubringen, ist einer der größtmöglichen Fehler, die man begehen kann. Selbst wenn das Telefon abgeschaltet ist, erinnert allein der Anblick alle anderen Teilnehmer an die Alltagsthemen, die eigentlich für eine Stunde ruhen sollten.

7
PÜNKTLICHKEIT

Das akademische Viertel gilt hier nicht. Manche Yoga-Klassen schließen sogar bei Beginn den Übungsraum ab. Schon im eigenen Interesse sollte man etwa 15 Minuten vor Beginn der Yoga-Stunde im Raum sein und die Stille im Raum dazu nutzen, den hektischen Alltag abzustreifen und sich auch mental auf die Stunde vorzubereiten.

Selbst wenn die Tür nicht verschlossen ist, betritt man einen Yoga-Übungsraum, in dem die Stunde bereits begonnen hat, nicht mehr.

8
ERÖFFNUNGSMANTRA

In manchen Klassen wird zu Beginn ein Eröffnungsmantra gesungen oder zumindest die Silbe Om, ein universelles Mantra, intoniert. Als Anfänger kennt man die Worte oder Melodien noch nicht oder man scheut sich mitzusingen. Kein Problem. Nehmen Sie einfach die Energie aus dem Gesang ihrer Mitschüler auf. Nach einigen Stunden werden Sie vielleicht mitsingen, oder auch nicht. Das bleibt Ihnen überlassen.

9
ESSEN

Getränke und Essen haben im Yoga-Raum nicht zu suchen. Versuchen Sie mindestens zwei Stunden zwischen einer größeren Mahlzeit und der Yoga-Stunde vergehen zu lassen. Die intensive Atmung ist bei vielen Yoga-Formen ein wichtiger Teil der Übung, daher ist von Gerichten mit all zuviel Knoblauch abzuraten. Auch die sonst omnipräsente Wasserflasche sollte nicht in den Yoga-Raum mitgenommen werden.

Siehe auch
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10
ÜBUNGSABLAUF

Der Lehrer gibt die Abfolge der Übungen (Asanas) vor. Wenn Sie sich bei einer Übung unwohl fühlen oder sie Ihnen zu anstrengend ist, pausieren Sie. Bleiben Sie einfach in einer Ruhehaltung auf Ihrer Matte und steigen Sie an geeigneter Stelle wieder ein.
Auf Ihren eigenen Übungsablauf als Kür sollten Sie jedoch verzichten.

Selbst wenn Sie bereits weitaus komplexere Asanas beherrschen, behalten Sie diese in der Stunde für sich. Versuchen Sie auch nicht, bei anderen Übenden einzugreifen oder diesen gute Ratschläge zu geben. Diese Rolle steht nur dem Yoga-Lehrer zu und verbietet sich schon aufgrund der erwünschten Stille im Yoga-Raum.

11
ACHTSAMKEIT

Sucht jemand vor Beginn der Stunde verzweifelt nach einem Platz, bieten Sie an, ein wenig zur Seite zu rutschen. Der Yoga-Raum ist eher mit einer Community als einer Wettkampfarena zu vergleichen. Achtsamkeit beweisen Sie ebenso, wenn Sie bei Yoga-Studio nicht mit einer Erkältung betreten. Die Enge, die in vielen Yoga-Studios herrscht, sowie das intensive Atmen sind der beste Nährboden, Erkältungen weiterzureichen.

12
SHAVASAMA

Am Ende jeder Yoga-Stunde erfolgt eine Entspannungsphase, bisweilen mit meditativem Charakter. Aus Respekt vor dem Lehrer verändert man in diesem Teil seine Position im Raum und legt sich mit dem Kopf zum Lehrer auf die Matte. Wenn dies in Ihrem Kurs niemand tut, dann sind sie eher in einem sportiven Yoga-Studio gelandet, in dem keine großen Kenntnisse der Kultur Asiens vorhanden sind.

Sie sollten Sie keinesfalls vor oder während dieser Entspannungsphase auf die Idee kommen, ihre Matte zusammenzurollen und zu gehen. Very bad manners, indeed. Auch wenn Ihr nächster Termin noch so drängt, bleiben Sie bis zum Schluss der Yoga-Stunde, wenn Sie in der nächsten Woche wiederkommen wollen.

13
NAMASTE

Gleiches gilt für den Abschiedsgruß Namaste, mit dem man sich vom Yoga-Lehrer am Ende der Stunde verabschiedet.

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