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Bretagne: Tipps für eine Reisen der Nebensaison rund um das Städtchen Cancale.

Dienstag und Mittwoch geschlossen

 
 
SCHNELL GEWÖHNT MAN SICH AN DEN RHYTHMUS UND VERSTEHT, DASS IN DER NEBENSAISON DIE TAGE RUND UM DAS WOCHENENDE FÜR DIE RESTAURANTS UND HOTELS BESONDERS WICHTIG SIND UND SIE DESWEGEN DIENSTAG UND MITTWOCH MEIST GESCHLOSSEN HABEN. DENN DER EIN ODER ANDERE GESTRESSTE BEWOHNER VON PARIS FLIEHT GERNE FÜR EIN ENTSPANNTES, LANGES WOCHENENDE IN DIE BRETAGNE.

 

Die Nebensaison in der Bretagne hat viele Vorteile. Im Oktober kann man in der Atlantikluft mit langen Spaziergängen an der Küste Energie auftanken, bevor der alljährliche Jahresschluss-Countdown beginnt. Im April blühen in der Bretagne die Kamelien, Tulpen und Magnolien schon üppig.

 

 

Oft ist man in der Nebensaison einer von wenigen Gästen. So wird das Frühstück mit frischem Baguette, knusprigen Croissants und duftenden Pain aux Raisins, selbstgemachter Marmelade, bretonischer Butter und Kaffee aus einem großen Bol ein in jeder Hinsicht entspannter, gemütlicher Start in den Tag.

Natürlich regnet es im Oktober oder im April von Zeit zu Zeit. Aber stört das, wenn man das Frühstück dafür am offenen Kamin genießt? Wie in vielen Regionen Frankreichs gibt es in der Bretagne kulinarischen Genuss an vielen Orten und beeindruckende Landschaften an nahezu jedem Horizont.

Die Nebensaison hat den großen Vorteil, dass man im Vergleich zur Hauptsaison Hotels und Restaurants nicht Wochen im voraus buchen und die Strände nicht mit vielen anderen Besuchern teilen muss. Vielleicht verlockt Sie der folgende Artikel zu Cancale diesen oder einen anderen Ort in der Bretagne in der Nebensaison zu besuchen. Lassen Sie es uns wissen.

AUSTERN IN CANCALE

Für jeden Liebhaber von Austern ist Cancale in der Bretagne der richtige Ort. Aus den zahlreichen Austernzuchtanlagen in der Bucht, die von Cancale bis zum Mont-Saint-Michel reicht, werden die Austern über den Frischemarkt bei Paris in das restliche Europa verschickt. Ein Teil davon geht direkt auf die kleine Hafenmole in Cancale und wird dort an einigen Ständen verkauft. Stolz sieht man die Käufer mit kleinen Holzkästchen nach Hause eilen, in Vorfreude auf den Genuss der frischen Austern.

Idealerweise kommt man mit einem ofenfrischen Baguette, einer gekühlten Flasche Cidre, ein paar stilvollen Gläsern und Servietten zum Hafen. Die freundlichen Damen an den Verkaufsständen öffnen die Austern und reichen Zitrone dazu. Mehr braucht es nicht zum Glück. Mit Blick auf das Meer geniest man die Köstlichkeiten und blinzelt in die Herbst- oder Frühlingssonne.

Die frisch verspeisten Austern steigern die Vorfreude auf ein phantastisches Dinner am Abend im Restaurant Le Coquillage, das im Relais & Châteaux Hotel Les Maisons de Bricourt zu finden ist. Das Hotel und Restaurant liegt im Schloss Richeux, einem Herrensitz in exponierter Lage über dem Meer.

Die frühere Besitzerin hat mit viel Geschmack und weiser Voraussicht einen Park angelegt, der traumhafte Sichtachsen bietet und die vom Atlantikwind geprägten Bäume ganz besonders zur Geltung bringt. Die Reduktion auf das Wesentliche zeichnet die Küche des Restaurants aus, die natürlich die frischen Produkte des Meeres feiert, das den Küstenvorsprung, auf dem das Hotel liegt, sanft, bisweilen aber auch dramatisch umspült.

Aufgrund der frischen Meeresfrüchte erstaunt es nicht, dass auch ein exzellentes japanisches Restaurant in Cancale eine Dependance hat – neben den weiteren Standorten in Tokyo und Paris. Im ersten Stock eines kleinen Hauses am Hafen, in der 7, Quai Thomas, findet man das La Table BREIZH Café. Der Eingang ist nicht ganz leicht zu entdecken – im Erdgeschoss befindet sich eine gleichnamige Crêperie.

IM PARADIES DER PÂTISSERIE

Leichtigkeit und Finesse zeichnen die Pâtisserie im Grain de Vanille, einem kleinen Café im oberen Stadtbereich von Cancale aus. Hier ist einzig die Qual der Wahl schwer, denn alle süßen Teilchen haben Weltklasse-Niveau.

Blickt man von der Kuchentheke nach links, sieht man die offene Backstube und bekommt einen Eindruck davon, wie arbeitsintensiv es ist, feinsten Blätterteig herzustellen und Crémes anzurühren, bevor das Ganze als Mille-feuille à la Vanille auf dem Teller vor einem steht.

Bereits der Duft betört. Dieser Klassiker der französischen Patisserie ist hier besonders locker, leicht und von ausgezeichnetem Geschmack. Dafür bürgt auch die ausgesuchte Vanille, die selbstverständlich in diesem Haus verwendet wird.

Wenn Ihnen der Abschied nach diversen Köstlichkeiten allzu schwer fällt, verlängern Sie den süßen Geschmack mit einem Päckchen Caramel Beurre Salé, die sich auch als ein schönes kleines Geschenk für die daheimgebliebenen Liebhaber der Bretagne bestens eignen.

AM KÜSTENWEG ENTLANG

Auf den Coastal Pathways wandert man in der Nebensaison fast alleine. Nach jeder Biegung bietet sich ein neuer faszinierender Blick auf das Meer und viele in dieser Zeit nahezu verlassene Strände. Im Frühling blühen zarte Wildorchideen am Wegesrand und die Kiefern verströmen bereits ihren würzigen Duft.

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Angenehmer lassen sich die Kalorien der ausgezeichneten Küche von Cancale nicht abtrainieren, es sei denn man hat zuvor den Rucksack mit köstlichem Brot, Käse, Rillettes von Meeresfrüchten, bretonischen Butterkeksen und Cidre bestückt. An kleinen Stränden und Aussichtspunkten für ein Picknick herrscht kein Mangel.

SAINT-MALO UND MONT-SAINT-MICHEL

Möchte man historische Festungsanlagen im Überfluss, macht man einen Ausflug in das nahegelegene Saint-Malo und besichtigt die beeindruckenden Bauten der Altstadt, die von der ehemaligen Bedeutung und dem Reichtum dieser Hafenstadt zeugen.

Touristen im Überfluss findet man nahezu zu jeder Zeit in Mont-Saint-Michel. Der Geheimtipp lautet, dort vom 24. auf den 25. Dezember zu übernachten. An diesen beiden Tagen ebbt der Strom der Touristen ab und man kann nicht nur im Kloster etwas mehr Stille genießen. An allen anderen Tagen ist Mont-Saint-Michel, das im Jahr von etwa 2,5 Millionen Touristen besucht wird, leider nur auf Postkarten romantisch.

SEIFE BRAUCHT MAN IMMER

Wenn sie dann so stilvoll verpackt ist, nur Naturstoffe enthält und auf Konservierungsstoffe oder andere synthetische Komponenten verzichten wie in der Savonnerie Cancalaise, kann man mit einem Stück Seife, einer Duftkerze oder diversen Cremes das bretonische Wohlgefühl auch nach dem Urlaub anhalten lassen.

Die beiden Schwestern, die diese kleine Seifen-Manufaktur seit 2001 führen, sind von ihrem natürlichen Ansatz überzeugt und erklären gerne das kleine aber feine Sortiment. Am Rande von Cancale, zwischen Schiffsreparatur und Supermarkt findet man den Verkaufsladen und das Seifen-Atelier in der 4, Rue des Ateliers.

Den Kofferraum vollgepackt mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Frankreich verlässt man die Bretagne und überlegt bereits auf der Heimfahrt, zu welcher Nebensaison man wieder zurückkehren könnte, um die Küste und hervorragende Küche wieder zu genießen, abseits von Touristenströmen und Trubel.

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