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Martini Cocktail

Martini Cocktail

EINEN MARTINI BITTE

James Bond ist Kult und noch nicht Geschichte. Sein favourisierter Drink hat es in sich.

Ein Martini ist weltweit in jeder Bar ein beliebter
Drink, vor oder nach dem neuen James Bond.
Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Martini.
Denn …  Small Talk never dies.

In einer renommierten Bar wird der Barkeeper Ihre Bestellung „Einen Martini bitte“ aufnehmen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Ein guter Barkeeper ist immer auch ein hervorragender Menschenkenner. Er wird Ihnen den Martini servieren, von dem er meint, dass er zu Ihnen passt. Niemals würde er eine Rückfrage stellen.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Weiterhin ausschließlich die Bar Ihres Vertrauens aufzusuchen, oder hier weiterzulesen, für den Fall, dass Sie in eine Bar geraten, in der man Ihnen die Frage stellt, welchen Martini Sie denn bestellen möchten?

Den Martini gibt es nicht

Auch wenn es sich beim Martini um einen klassischen Drink handelt, sind die Grundzutaten in gewissem Umfang variabel. Gin und ein trockener weißer Wermut (Dry White Vermouth – schließlich handelt es sich um den Agenten ihrer Majestät) gehören auf jeden Fall in den Martini.

Optional ist die Zugabe von geringen Mengen an Orange- oder Angosturabitter, die dem Martini eine etwas süßlichere, würzigere Note geben. Auch die Zugabe einer getwisteten Zitronenzeste sowie die bekannte Olive auf dem Spieß sind Varianten, die von Bar zu Bar oder nach Wunsch variieren können.

Idealerweise stammt die Zeste von einer unbehandelten Zitrone, die an der Amalfi Küste gereift ist. Aber, wer ist außer Daniel Craig schon perfekt. Mit einem eleganten Twist wird der Martini leicht mit Zitrone parfümiert und die Zeste dann in das Martini Glas gegeben. Natürlich sollte hierfür eine Naturzitrone verwendet werden.

In den ersten Martini Rezepten des 19. Jahrhunderts war der Anteil des Wermuts und der Bitterstoffe im Vergleich zu heutigen Martini Rezepturen sehr viel höher. Meist verwendet man heute nur noch einen Hauch Bitter.

Martini oder Martini-Cocktail?

Beim klassischen Martini geht man meist von einem Dry Martini aus, bei dem Gin und trockener Wermut im Verhältnis 2:1 enthalten sind. Aber auch hier gibt es zahlreiche Variationen. Je nach Barkeeper kann es auch ein Verhältnis von 6 Teilen Gin und einem Teil Wermut sein.

Winston Churchill soll die trockenste Variante des Martini bevorzugt haben. Für ihn langte es aus, wenn die Wermutflasche im Schrank neben der Gin-Flasche gestanden hatte. Bestellen Sie einen Churchill Martini, erhalten Sie ein eisgekühltes Glas mit eiskaltem Gin.

Der Martini-Cocktail hingegen enthält Gin und Wermut im Verhältnis 1:1. Beim Martini-Cocktail wird im Vergleich zum Dry Martini ein etwas süßlicherer heller Wermut verwendet.

Nur eiskalt ein Genuss

Die Temperatur ist für den Geschmack des Martinis entscheidend. Eiskalt MUSS er sein. Um das zu erreichen, werden maximal gekühlte Martini Gläser und gefrostete Flaschen verwendet.

Puristen sind der Meinung, dass die Gin-Flasche möglichst stark gefrostet sein sollten, so dass der Gin sirupartig in ein eisgekühltes Glas fließt, das unmittelbar zuvor mit eiskaltem Wermut ausgeschwenkt oder gespritzt wurde. Wird auf jede weitere Zutat verzichtet, spricht man von einem Naked Martini.

In den meisten Bars wird bei einer Martini Bestellung Gin und Wermut mit Eis gemixt.

Shaken or Stirred ist hier die Frage

In der gerührten Version werden Gin, Wermut und Eiswürfel in einem kleinen länglichen Gefäß mit einem Stab gerührt. Die Eiswürfel werden danach mit einem Sieb abgeseiht und der eiskalte Martini sofort serviert.

Sitzt man nicht am Bartresen oder in unmittelbarer Nähe des Bartresens, dann kommen in einer stilsicheren Bar die Zutaten auf einem kleinen Trolley an den Tisch und die Zubereitung des Martini wird dort zelebriert. Zweifellos das eleganteste Format.

In der geschüttelten Version erfolgt die Zubereitung in einem Cocktail-Shaker. Die heftigen Bewegungen führen dazu, dass sich die Zutaten etwas schneller und intensiver vermengen und der Drink kühler, aber auch etwas trüber ins Glas gelangt. Die gröbere Behandlung des Gins, so Martini-Aficionados, erschüttert den Gin zu stark. Streng genommen ist der Shaken Martini ein Bradford.

Was würde James Bond sagen?

Der Autor von James Bond, Ian Fleming, lässt Dr. No, den Gegenspieler von James Bond, in der Episode Diamantenfieber, für den Agenten 007 einen Martini mit den Worten „shaken not stirred“ zubereiten.

Erst Jahre später, in der Folge Goldfinger, bestellt Sean Connery seinen Martini „shaken, not stirred“ und von da ab wird die Formulierung zum geflügelten Wort in vielen James Bond Filmen.

Sag niemals nie

Siehe auch
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Kenner würden einen Martini nie mit Wodka sondern ausschließlich mit Gin zubereiten. Da Wodka Marken aber zu den wichtigen Sponsoren der James Bond Filme gehören, ist Agent 007 schwach geworden.

In Casino Royal bestellt James Bond einen Martini aus 3 Teilen Gordon Gin, einem Teil Wodka und einem halben Teil Kina Lillet, die der Barkeeper mit einem Stück Zitronenzeste in einem tiefen Sektglas servieren soll. Den Drink benennt er nach Vesper Lynd mit dem Namen Vesper.

Auf vielen Barkarten ist der Vesper zu finden, ebenso der Dirty Martini, in dem sich ein Schuss der Lake befindet, in dem die Oliven aufbewahrt werden. Nun, jeder wie er mag – Man lebt nur Zweimal.

Stilsicher

Die Zeiten, in denen man mit Geschäftspartnern aus den USA das Mittagessen oder das Dinner mit einer dreifachen Martini Runde begann, sind vorbei. Die New York Times berichtet sogar über Bars in New York, die den Martini im Sinne höherer Effizienz vorbereiten und fertig gemixt in großen gekühlten Flaschen vorrätig halten. Certainly not our cup of tea. 

Der klassische Martini an einem entspannten Abend in einer schönen Bar vom kundigen Barkeeper perfekt zubereitet, bleibt ein Lieblingsdrink von GloriousMe und vielen anderen.

Da Martini aus relativ wenigen Zutaten zubereitet wird, gehört er zu den Straight Drinks. Das hat den Vorteil, dass man die Wirkung des Martini relativ gut einschätzen kann. Bei vielen anderen Cocktail-Rezepturen wird der Alkoholgehalt mit einem hohen Anteil an Zucker, Fruchtsäuren oder Likören zunächst verschleiert, bis der Kopf am nächsten Morgen hämmernde Warnsignale aussendet, deren Botschaft eindeutig ist: Bitte nie wieder!

Nicht nur die James Bond Romane haben zur Mystik rund um den Martini beigetragen. Humphrey Bogart in Casablanca: „Of all the gin joints in all the towns in all the world, she walks into mine.”

Zudem ist die Eleganz des klassischen Martini Glases ist nicht zu schlagen. Der nächste James Bond kann kommen, Sie sind vorbereitet.

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