ZWEI METROPOLEN FÜR KUNST UND KULINARIK
Appetit auf eine köstliche heiß dampfende Ramen-Suppe und Hot Sake, während die Temperaturen draußen eiskalt sind? Da muss es nicht unbedingt Tokyo sein – auf in den Zug nach Paris.
Für GloriousMe und viele Köche ist Tokyo ein Sehnsuchtsort
Der seit Jahrzehnten erfolgreiche Kochbuchautor Nigel Slater verbringt jedes Jahr einen Monat in Japan. Er nennt es sein Sabatical. Ein Monat in dem er den Alltag vergessen kann und sich auf kulinarische Exkursionen begibt und sich in der Schönheit japanischer Gärten und Architektur verliert.
Sein Enthusiasmus hat uns dazu verführt, dieses Lebensmuster in unsere eigenen Neujahrs-Wunsch-Liste aufzunehmen.
Nahezu alle Köche (Nigel Slater bezeichnet sich lieber als Autor von Kochbüchern) lieben Japan und sehen Tokyo als kulinarisches Nirwana an. Kein Wunder, Tokyo verzeichnet im Guide Michelin die meisten Michelin-Sterne aller Metropolen weltweit. Aber selbst in den kleinsten Bars und Kneipen kann man dort hervorragend essen.
Den Flug nach Tokyo unternimmt man nicht mal ebenso, denn eine ausführliche Planung ist, wie so oft im Leben, der Weg zum Erfolg.
Was sich von Europa aus jedoch sehr viel einfacher und spontaner realisieren lässt, ist eine Zugreise nach Paris. Auch dort findet man hervorragende japanische Köche und kann in der kalten Jahreszeit eine wunderbare Zeit erleben.
Paris im Frühling ist für amerikanische Anfänger, die Emily in Paris kennen – Paris im Winter ist für Kenner.
Jardin de Tuileries, Paris © GloriousMe 2025
Japanische Küche in Paris
GloriousMe hat die Weihnachtstage in der französischen Hauptstadt verbracht und hat in Paris vieles aus dem Sehnsuchtsort Tokyo gefunden, das dort mit französischem Akzent zubereitet wird.
Begeistert hat uns das Restaurant Kodawari Ramen von Jean-Baptiste Meusnier.
Neben den bekannten Suppengrundlagen Huhn, Schwein oder Rind wird hier auch eine Ramen-Suppe angeboten, dessen Brühe aus bretonischen Sardinen hergestellt wird, der Bouillon Clair de Sardine de Bretagne. Allein dieses Angebot hat eine große Fangemeinde.
Im Winter wird der warme Sake wird auch mit Zimt und kandierten Orangen serviert. Beides schmeckt so köstlich, dass man fortan seine Ramen-Suppen nur noch dort essen möchte.

Serviert wird im Restaurant Kodawari Ramen nicht im hippen Beton-Ambiente mit ohrenbetäubender Musik im Hintergrund oder im historisierenden Bistro-Ambiente sondern in einer Einrichtung, die der Inhaber am ehemaligen Fischmarkt Tsukiji von einem dortigen Restaurant erworben hat.
Man geniest zwischen den typischen Fischkisten, Verpackungen und Fischnetzen. Im Hintergrund hört man den Original-Sound des Tokyoter Fischmarktes. Das Restaurant ist ein Gesamtkunstwerk, in dem man köstlich speisen und von der nächsten Reise nach Tokyo träumen kann.
Restaurant Kodawari, Paris © GloriousMe 2025
Achtung: Overload von Schönheit und Inspiration
Wenn wir in Paris sind, darf bei uns ein Besuch in der Pinault Collection in der Bourse de Commerce nicht fehlen. Die Sammlung von Monsieur Pinault ist im Gebäude der alten Börse untergebracht, das vom japanischen Architekten Tadao Ando behutsam und in gewohnter japanischer Perfektion für die Präsentation der Kunstsammlung umgebaut wurde.
Schon das Gebäude allein ist ein architektonisches Meisterwerk, dessen imposante Schönheit beeindruckt. Die berühmte Rotunde bildet das Herz des Museums. Überdacht mit einer Glas- und Metallkuppel, 1812 die größte Kuppel der Welt, beeindruckt bis heute.

Ursprünglich wurde das Gebäude für Katharina von Medici erbaut. Später wurde es als Getreidehalle genutzt und viele Jahre später zur Handelsbörse für Waren wie etwa Getreide. Auf fünf Ebenen sind neben Teilen der herausragenden Pinault Collection stets interessante Ausstellungen zu erleben.
Tadao Ando hat das Prinzip der Rotunde, den Kreis, aufgenommen und zum Gestaltungsprinzip des Museumsbaus werden lassen. Der Mix aus historischen Wandmalereien, moderner Kunst, historischen Holzvertäfelungen und dem für die Entwürfe von Tadao Ando so charakteristische Beton, wie er beispielsweise auch auf der japanischen Museumsinsel Naoshima zu finden ist, lässt jeden Kunst- und Architekturliebhaber den Atem anhalten.
Für die Nachlese über dem Teller
Im fünften Stockwerk ist das Restaurant Halle aux grains von Vater Michel und Sohn Sébastian Bras zu finden. Da beide mit ihrem Sternerestaurant Le Suquet in Laguiole sehr bekannt sind, lohnt es sich, rechtzeitig zuvor eine Tisch für den Mittag oder den Abend zu reservieren. Gebeugt über köstliche französische Küche, die auf dem Teller auch jeden Ästhet erfreut, lässt es sich vortrefflich über die Kunst und Architektur, die man gerade erlebt hat, auszutauschen.
Die Achse Paris-Tokyo
Im Vergleich zur Megametropole Tokyo ist Paris ein kleiner Ort, in dessen Zentrum Kunst und Kultur mit vergleichsweise kurzen Wegen zu erreichen sind. Passend zur Achse Paris-Toyko bietet sich ein Besuch im Palais de Tokyo an. Die Kunst, die dort ausgestellt wird und die Performances sind eher experimenteller.
Bei unserem letzten Besuch waren einige Fenster von der Basler Künstlerin Renée Levi gestaltet worden. Es hat uns so gut gefallen, dass wir hoffen, dieses Kunstwerk wird zu einer bleibenden Installation.
Vom Palais de Tokyo aus ist der Eiffelturm entspannt zu sehen und das dortige Restaurant Monsieur Blue ist ein Art Deko Juwel.
Erst mal Tee trinken
Wir hoffen, wir konnten Sie inspirieren, in der kalten Jahreszeit eine Reise nach Paris zu planen und/oder mittelfristig nach Japan zu reisen. Mehr zu Tokyo, auch ein Sehnsuchtsort von GloriousMe, in einem unserer zukünftigen Artikel.
Paris und Tokyo lässt sich am schönsten mit einer Tasse Tee planen: Darf es ein Matcha Tee sein? Nein? Dann schlagen wir den Tee Paris-Tokyo aus dem von uns so geschätzten Teehaus Mariage Frères vor: Frühlings-Darjeeling mit japanischem Yuzu.
Wer nicht gerade in Berlin vorbeikommt, dort wird der Tee von Mariage Frères im KaDeWe verkauft oder demnächst mal im Alsterhaus vorbeischaut, kann den Tee Online erwerben. Weitere Teegeschäfte von Mariage Frères finden sich in Paris, Tokyo und Kyoto, naturellement.
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Titelbild: Bourse de Commerce, Paris © GloriousMe 2025

