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DIE SCHWEIZ IST IMMER EIN GUTES REISEZIEL

DIE SCHWEIZ IST IMMER EIN GUTES REISEZIEL

Durch Berg und Tal

Bislang sind wir von jeder Reise in die Schweiz mit vielen Inspirationen zurückgekehrt. Mal hat uns die Kunst begeistert, ein anderes Mal eine Stadt, oder eine Auszeit in Thermen, auf der Skipiste oder an einem See gut getan. Heute geht es um Passfahrten.

Ein Plan für Jahre

Die Schweiz hat zu jeder Jahreszeit viel zu bieten: Sei es der Weihnachtsmarkt in Zürich, die Art Basel im Juni oder Wandern im Herbst mit anschließendem kulinarischen Genuss. 

Zwischen Juni und Oktober sind die Alpenpässe der Schweiz in der Regel schneefrei und gut befahrbar. Meist beginnen wir bereits in der ruhigen Zeit zwischen den Jahren die Überlegungen welche Alpenfahrt es in der kommenden guten Jahreszeit sein könnte. 

Trotz aller digitaler Information macht es uns dabei Freude, die guten alten Strassenkarten zur Rate zu ziehen. Topographie verändert sich nur sehr langsam und Passrouten sehen auf einer gut gestalteten Karte mit allen Details sehr verheißungsvoll aus. Die Vorfreude kann beginnen.

Albulapass • Berninapass • Furkapass • Gotthardpass • Grimselpass • Grosser Sankt Bernhard • Julierpass • Malojapass

So blicken wir auf wunderbare Reisen über die Schweizer Bergpässe in den vergangenen Jahren zurück, die wir alle gerne wiederholen würden und die als erste Inspiration dienen mögen:

Basel -> Gotthardpass -> Bellinzona -> Lugano

Piemont -> Aostatal -> Kleiner Sankt Bernhard -> Genf

Albulapass -> Pontresina -> Berninapass -> Tirano

Der Weg ist bei diesen Fahrten das Ziel. Nicht das schnellstmögliche Ankommen, sondern das Genießen der Fahrt. Der Blick auf die umliegenden Berge und Täler, die Veränderung der Vegetation wenn es höher und höher geht. Die Freude, die Passhöhe erreicht zu haben und dort ein wenig zu verweilen.

Forcola di Livigno mit einer Passhöhe von 2315 Metern © GloriousMe

Danach die Fahrt ins Tal und die erneute Veränderung der Vegetation und meist auch des Wetters und der Temperatur.

In diesem Sommer sind wir folgende Route gefahren:

Julierpass -> St. Moritz -> Majolapass -> Chiavenna -> Splügen -> Thusis

Ein Plan für unterschiedliche Verkehrsmittel

Ja, es gibt sie noch: Die enthusiastischen Automobilisten. Mit oder ohne Cabrio-Dach, die ihre individuelle Freiheit der Fortbewegung lieben.

Bei dem hervorragenden Bahnnetz der Schweiz, inklusive der pünktlichen und sehr komfortablen Züge kann man einige dieser Routen aber auch bequem im Zugabteil genießen und zwischendurch im Speisewagen einkehren.

Rhätische Bahn, Unesco Welterbe © GloriousMe

Allerdings sollte man in diesen Fällen die Reise lange vorab buchen, denn die Sitzplätze sind begrenzt und die Ausblicke traumhaft schön. Das hat sich auch nach Asien und Amerika herumgesprochen.

Nicht außer acht lassen sollte man den Schweizer Postbus. Mit ihm lässt man sich bequem und sicher durch die Berge und Täler fahren. Die Nostalgie des Postbusses, vielen noch aus der Kindheit vertraut, ist heutzutage mit einem Online-Reservierungssystem kombiniert, denn Stehplätze gibt es auf den Reisen über die Pässe verständlicherweise nicht.

Informationen über die Gegenden, durch die man fährt bietet eine gute App der Postbus-Organisation, denn der Fahrer muss sich auf die Straßen und die nicht ganz so erfahrenen oder zu übermütigen Privatfahrzeuge, die ihm entgegenkommen, konzentrieren.

Wer gleich mit der Planung der Postbusreise anfangen mag, kann hier einen Blick auf den Vorschlag der Pässefahrten Zentralalpen der Schweizer Postbus-Organisation werfen, wie zum Beispiel der Palm Express von St. Moritz an den Luganersee in 3,5 Stunden.

Apéro rich

Apéro rich heist der Aperitif in der Schweiz, zu dem nicht nur Oliven oder Chips sondern eine ganze Reihe herzhafter Happen gereicht werden, die in Kombination mit einem schönen Schweizer Wein das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Apéro rich in Maienfeld, Andermatt und Morgex (Aosta) © GloriousMe

Hier einige Appetithappen der Highlights unserer sommerlichen Passreise in der Schweiz:

Wo der Schweizer Wein begann

Schloss Salenegg Maienfeld gilt als das älteste Weingut der Schweiz. Es liegt im Gebiet der sogenannten Bündner Herrschaft. Die beiden Worte werden von Weinkennern stets mit besonderer Ehrfurcht ausgesprochen, denn die Weine gehören zu den besten, die Schweizer Weinkeller verlassen und bleiben daher überwiegend im Land selbst.

Siehe auch

Auf Schloss Salenegg kann man sie probieren und natürlich auch erwerben und gehört dann zum Kreis der Eingeweihten. Wir haben es probiert und die Weine haben uns überzeugt.

Der wunderschöne Ort Maienfeld, Bündner Herrschaft © GloriousMe

Die kleinste Stadt der Schweiz

Die Casa Caminada in Fürstenau war uns schon länger ein Begriff. Denn so manches phantastische Rezept, das in der dortigen Küche entstanden ist, hat uns schon per Instagram erreicht und den guten Vorsatz reifen lassen, unsere eigenen Küchenkünste weiter zu verbessern.

Das historische Hotel mit dem Restaurant und einer Bäckerei ist ein idealer Zwischenstopp auf dem Weg durch die Berge und die kleinste Stadt der Schweiz kommt gerade recht, denn nach all der Bergluft und Beschaulichkeit der Täler hat man meist keine große Lust auf eine große Stadt am Abend.

Die schönste Therme

Architektur-Fans lieben Peter Zumthor und einige kennen das von ihm entworfene Columba Museum in Köln oder hatten die Chance, 2011 seinen Pavillon für die Serpentine Gallery in London zu besichtigen.

Ein Bau von ihm ist weltbekannt: Die Therme Vals. Hier regiert der grau-grünliche Valser Quarzit Naturstein, keine bunten Kacheln, Mosaike oder Spassrutschen. Die gesamte Therme wird durch den Stein geprägt und selbst die Haken für Handtücher sind so dezent installiert, dass man schon genau hinsehen muss.

Zugegeben, die Therme ist mittlerweile sehr bekannt, aber einmal im Leben sollte man dort ins Wasser gehen und wenn man Glück hat und in einer Zwischenzeit badet, hält sich der Trubel in Grenzen. Die ruhige Architektur beruhigt zudem die (meisten) Badegäste.

Überall 

Sicher sind wir, dass Sie auf Ihren Reisen überall auf traumhafte Landschaften und qualitativen kulinarischen Genuss treffen. Die Eindrücke werden Sie über Jahre begleiten und wenn das Wetter mal nicht ganz so mitspielt, finden sich rechts und links des Weges schöne Bleiben für einen längeren Zwischenstopp und ein ausgedehntes Mittags- und oder Abendmahl.

Palazzo Salis mit historischem Garten in Soglio © GloriousMe

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Titelfotografie: Silsersee im Engadin © GloriousMe 2026

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