Sie lesen
SWEET PEAS ARE MADE OF THIS

SWEET PEAS ARE MADE OF THIS

Buchtipp für alle, die Wicken mögen

A World of Sweet Peas ist ein wunderbares Buch für Gärtner, Blumenliebhaber, Anglophile, Ästheten…

Sweet Peas: Der Name ist Programm

In England und den USA liebt man Sweet Peas. In Deutschland sind sie eher selten anzutreffen. Liegt das am Namen?  Die englische Bezeichnung ist Programm: Die Fans der Sweet Peas lieben den Duft, den schon einige Wicken in der Vase entwickeln können. Die perfekte Begleitung auf dem Tisch zu einem stilvollen High Tea oder den ersten Gin&Tonic an einem Wochenende im Sommer.

Der deutsche Name Wicken hingegen klingt eher spröde.

Wicken stammen ursprünglich aus Sizilien und einige wilden Wickenfelder sind dort im April und Mai rund um Palermo und  in einigen anderen Teilen Süditaliens  zu finden. Ein Grund mehr, mal wieder nach Sizilien zu reisen und nach Kunst und Kultur in Palermo den betörenden Duft der Sweet Peas auf dem Land zu genießen.

Spätestens nach der Lektüre des Buches ist man Wicken-Fan

Die Schwedin Cecilia Wingård und der Engländer Philip Johnson haben das Buch A World Of Sweet Peas verfasst, dass wir Ihnen gerne ans Herz legen, denn sowohl der Inhalt als auch die hervorragenden Fotografien machen es auch zu einem wunderbaren Geschenk für Menschen, die Freude an Blumen haben und mehr über die zarten Wicken erfahren möchten.

Der Hintergrund der beiden Autoren: Cecilia Wingård züchtet seit Jahren Sweet Peas in Schweden und gründete dort sogar ein Sweet Pea Festival, um mit Gleichgesinnten über diese schöne Blumenart zu fachsimpeln. 

Philip Johnson wurde als Achtjähriger von seiner Großmutter mit den zarten Wicken vertraut gemacht, pflanzte im Jahr darauf seiner ersten eigenen Wicken und nahm selbstbewusst wenig später an einer Sweet Pea Competition teil. Eine dieser vielen liebenswerten Veranstaltungen in Großbritannien, bei denen leidenschaftliche Gärtner für herausragende Ergebnisse aus ihrem Garten mit einer Plakette ausgezeichnet werden.

Vor einige Jahren kaufte Philip Johnson das Unternehmen Seedlynx, einen sehr bekannten traditionellen Großhandel für den Samen von Sweet Peas. Sein Unternehmen firmiert nun unter dem Namen English Sweet Peas und liefert Online Samen und bietet vor Ort auch Setzlinge an. Nur leider, dank Brexit, nicht mehr nach Europa. Alle unsere Leser der englischsprachigen Version von GloriousMe in England, Schottland, den USA und Canada können jedoch dort Schönheit und Duft für ihre Gärten bestellen.

Dem Wissen der beiden ist es zu verdanken, dass dieses Buch nicht nur ein schön anzusehendes Coffee Table Buch ist, sondern eine umfangreiche Geschichte zur Züchtung der Sweet Peas, ihren Sorten, ihren Duftnuancen sowie praktische Tipps zum Pflanzen enthält. 

Das Buch können Sie bei The Golden Rabbit, unserem Lieblingsgarten-Onlinestore in Düsseldorf bestellen.

Standfestigkeit

Wie der englische Name schon verrät, sind Wicken ein Platterbsengewächs. Wicken benötigen eine Rankhilfe. Bei GloriousMe war es die Notwendigkeit zur Errichtung eines Zaunes, die den Ausschlag gab, den lang gehegten Wunsch nach Sweet Peas im Garten umzusetzen. Ein gutes Beispiel dafür, dass eine negative Entwicklung am Ende zu einem schönen Ergebnis führen kann.  Die Samen hierfür haben wir beim Düsseldorfer Onlineshop The Golden Rabbit bezogen und beobachten nahezu täglich, wie gut sich die Sweet Peas entwickeln.

Hätten wir das Buch ‚A World of Sweet Peas‘ bereits bei der Auswahl der Samen in Händen gehalten, hätten wir unser Auswahl innerhalb der großen Welt der kleinen zarten Pflanzen noch bewusster treffen können.

In Buch werden auch Pflanzen vorgestellt, die man hervorragend in einem Strauß im Wicken kombinieren kann. Auch diese Informationen sind exzellent aufbereitet, so dass wir in Kürze einige dieser uns bislang eher unbekannten Pflanzen ordern werden, um die Sweet Peas nicht nur in puristischer Form sondern auch in herrlichen Bouquets genießen zu können.

Follow the Scent

Sweet Peas, am besten am frühen Morgen geschnitten, verströmen einen wunderbaren Duft. Die Kombination von zarten Blüten, interessanten Farben und Duft finden wir unwiderstehlich. Sweet Peas haben in der Vase keine allzu lange Lebensdauer. Ein Grund dafür, dass man Wicken in heimischen Blumenläden nur sehr selten antreffen kann. Ein guter Grund, sie im eigenen Garten oder am Balkon anzupflanzen.

Das Buch macht Lust auf den eigenen Versuch. Dort findet man eine Einordnung der Wicken nach Ihrem Duft: 45 herrliche Wickensorten, die nach Ansicht der Experten einen distinktiven Duft besitzen, werden mit Bild und Duftbeschreibung vorgestellt.  

Bei der Bestellung von Samen für das kommende Jahr werden wir sicher diesen kleinen Guide zu Rate ziehen, um die Sorten zu bestellen, die in ihrem Duft stark an Zitrone erinnern. Für die eigene Wickenzüchtung fehlt uns die Zeit, aber auch hierzu sind nützliche Hinweise im Buch zu finden.

Von Sizilien über London und Amsterdam in die neue Welt

Der italienische Mönch und leidenschaftliche Botaniker Francesco Capani spezifiziert erstmals diese zarten Blüten. Er gründete in der Nähe von Palermo einen botanischen Garten. Sein botanischer Garten ist leider nicht mehr erhalten, aber Spuren seiner Tätigkeit kann man heute noch im Botanischen Garten von Palermo, einer unserer Tipps für diese wunderbare Stadt, finden.

Botanischer Garten, Palermo © GloriousMe

Capani sandte Samen der sizilianischen Sweet Peas an den Botaniker Robert Uvedale in der Nähe von London und an Caspar Commelin in Amsterdam.

Dem merkantilen Geist der Engländer und Niederländer ist es zu verdanken, dass die Züchtung der Sweet Peas ein so großer Erfolg wurde. Die Engländer brillieren bis heute in der Züchtung von Wickensorten. Die Amerikaner erkannten das Geschäftspotential und stiegen in großem Stil in den Mailorder-Versand von Wickensamen ein.

Verbunden mit dem englischen Königshaus

Bei den Sweet Peas unterscheidet man zwei grundsätzliche Klassen: Die sogenannten Grandifloras und die Spencers.

Siehe auch

Die Grandiflora Sorten sind insgesamt kleinwüchsiger, haben kürzere Stiele, aber einen intensiveren Duft im Vergleich zu den Spencer Sorten. Letztere können bis zu drei Metern Wuchshöhe erreichen. Eventplaner, die mit Sweet Peas in größerem Umfang als Blumendekoration für ambitionierte Events arbeiten, bevorzugen die Spencer-Sorten, bei denen man auf dem Fest nicht nur den Duft der Wicken sondern auch das Bukett des Champagners genießen kann.

Die Grandiflora Sorten haben wir im wesentlichen Henry Eckford (1823 – 1905) zu verdanken, der In der Nähe von Edinburgh geboren wurde und in sehr jungen Jahren seinen Vater verlor. So begann er nach der Schulausbildung eine Lehre als Gärtner in Inverness. Der smarte junge Gärtner lernte im Laufe seines Berufslebens viele adelige Landsitze kennen. Auf jedem versuchte er innerhalb eines Jahres alles zu lernen, was den jeweiligen Garten ausmachte, bevor er weiterzog.

National History Museum, London © Alamy Stock Photo

Als Head Gardener in England war er finanziell so abgesichert, dass er mit 30 Jahren eine Familie gründen konnte. Im Alter von 65 Jahren machte er sich schließlich mit eigenen Züchtungen und dem Versand von Samen selbstständig. Er gilt als der Vater der heutigen Grandiflora Sorten.

Wen der Name Spencer an den Mädchennamen der ersten Gattin des aktuellen Königs Charles III von England erinnert, ist auf der richtigen historischen Spur. Der Head Gardener in Althorp Park, dem Stammsitz der Familie Spencer, aus der die verstorbene Lady Di stammt, entwickelte durch Kreuzungen schließlich die Spencer Sorten.

Sweet Peas liebt man überall

Ob im romantischen Bauerngarten in Bayern oder auf in einem adeligen Landsitz in England, in Japan oder Teilen Australiens: Sweet Peas haben überall ihre Liebhaber gefunden.

Das Buch A World of Sweet Peas wird sicherlich die Anhängerschaft dieser eleganten Blumen vergrößern. Wir können es aus großer Überzeugung als Geschenk für Freunde empfehlen. Die Fotoaufnahmen darin sind hervorragend, die Texte hilfreich und man hat sich erkennbar mit allen Details Mühe gegeben. So kann man beispielsweise bei jedem Arrangement auch lesen, vom wem die interessanten Vasen stammen, in denen sie arrangiert wurden. 

Unser Jubiläum

Gerade haben Sie unseren 350. GloriousMe Newsletter gelesen. Darauf sind wir schon ein wenig stolz und freuen uns, dass viele unserer Leser und Leserinnen unsere kostenlosen, unabhängigen Tipps und Inspirationen seit Jahren lieben.

Wir würden uns sehr freuen, falls Sie uns gleichgesinnten Freunden, Bekannten oder anderen Familienmitgliedern empfehlen würden.

#Werbung #Produktplatzierung #UnabhängigeEmpfehlung #BecauseWeLoveIt

Titelfotografie © GloriousMe 2026

Nach oben