Fluch oder Segen? Für Instagram trifft beides zu
Falls Sie Social Media Kanäle und so auch Instagram bewusst nicht nutzen, ist dieser Artikel nicht ganz so interessant für Sie. Scrollen Sie einfach weiter nach unten, da finden Sie sechs weitere Artikel von GloriousMe und wir sind sicher, mindestens einer davon, wird Sie sicherlich interessieren
Instagram kann süchtig machen
Mittlerweile gibt es ausreichend Studien dazu, dass Social Media zu einem Suchtverhalten führen kann. Dem unablässigen Strom an zum Teil hervorragend produzierten Inhalten nicht weiter zu folgen, ist für viele Menschen schwierig. Gespeist von einem ständig weiter lernenden Algorithmus immer wieder neue Themen präsentiert zu bekommen, die interessant scheinen und in das Weltbild passen, ist verführerisch.
Doom-Scrolling, das unablässige Scrollen über Stunden hinweg, ist weit verbreitet, führt in der Folge oftmals zu Konzentrationsschwierigkeiten, einer Präferenz für ein virtuelle Welt und kann zu ernsthaten psychischen Störungen führen.
Viele IT-Mogule, die selbst mit der Produktion und dem Vertrieb von Social Media vermögend geworden sind, sprechen ihren Kindern gegenüber ein striktes Social Media Verbot aus. Das generelle Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche, das einige Länder bereits eingeführt haben und viele planen, ist längst überfällig.

Wenn eine erfahrene Journalistin des The Guardian erkennt, dass zunehmende Zeit im Homeoffice bei ihr zu einer Abhängigkeit von Instagram geführt hat, die für sie persönliche Gespräch langweilig und langatmig hat werden lassen, ist leicht vorstellbar, wie schwierig es für ein Kind ist, sich dagegen zu „wehren“ und das Mobil-Telefon abzuschalten.
Augenfutter
GloriousMe selbst kommuniziert auf Instagram und nutzt Instagram für Inspirationen und Nachrichten. Wir haben uns für dieses Medium entschieden und andere Social Media Kanäle bewusst abgeschaltet.
Instagram ist ein sehr visuelles Medium und noch nicht so stark politisiert im Vergleich zu anderen Kanäle. Noch überwiegen die Vorteile, sofern man die Accounts, denen man folgt, mit Sorgfalt selektiert.
Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell ist simpel: Je mehr Klicks, je mehr Likes (Daumen hoch) desto mehr Erfolg auf direktem Weg durch den Verkauf von Produkten oder indirektem Weg in Form von Kooperationen.
Je nach Inhalt ist die Qualität der Kommentare wichtig. Ein Unternehmen, das beispielsweise Kosmetik über Instagram bewirbt, möchte möglichst viele positive Kommentare. Ein politisch motivierter Content-Betreiber ist nicht unglücklich über viele negative Kommentare, so es dem intendierten Ziel nutzt. Daher ist klar, dass viele Botschaften mit Angst, Neid oder Empörung arbeiten.

Qualität zählt
Wählt man die Accounts, denen man folgt sorgfältig aus, kann Instagram eine sehr gute Informationsquelle sein. Instagram bietet, basierend auf seinem Geschäftsmodell, bilsnag nur den „Daumen hoch“ als Zustimmung an. Denn für Instagram selbst zählen letztlich nur die Likes. Eine Negativreaktion „Daumen runter“ ist in der Testphase, aber Instagram selbst klingt nicht sehr optimistisch, dass diese neue Form der schnellen Kommentierung in die breite Umsetzung gehen wird.
Was also tun, wenn der Inhalt qualitativ gut ist, aber über Kriegsverbrechen, den Tod eines Prominenten oder engen Angehörigen berichtet? Wie oft wünscht man sich in solchen Fällen eine schnelle Reaktionsmöglichkeit, die Trauer, Protest oder Abscheu kommunizieren würde.
In solchen Fällen heist es abwägen: Findet man die Quelle gut und unterstützungswürdig, macht ein Daumen hoch (die Währung) dennoch Sinn, wenn man es mit einem entsprechenden Kommentar kombiniert oder andere ähnlichlautende Kommentare mit Zustimmung markiert.
Ein Beispiel: Wir folgen seit mehreren Jahren dem jungen amerikanischen Journalisten Joey Contino auf seinem Instagram-Kanal: joeycontinonews. Der unabhängige Journalist konzentriert sich auf internationale Nachrichten mit dem Schwerpunkt Geopolitik, insbesondere dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Verständlich, dass viele Nachrichten schwierige Inhalte betreffen, bei denen ein „Daumen hoch“ falsch erscheint.
Klicks, wem Ehre gebührt
Joey Contino betreibt seinen News-Kanals mit journalistischer Ethik im Sinne der Faktenüberprüfung und klarer Transparenz, wenn ein weiterer Check nicht möglich ist. Er berichtet zeitnah und auf den Punkt, so dass wir mit dem „Daumen hoch“ seine Arbeit würdigen möchten.
Das finden auch anderer Follower, so dass es ihm nach vier Jahren gelungen ist, die berühmte 1-Millionen-Grenze zu knacken. Mittlerweile folgen im 1,1 Millionen Menschen auf Instagram und TikTok. Dies wiederum ermöglichte es ihm beispielsweise bei der aktuellen Generalversammlung der Vereinten Nationen als Journalist akkreditiert zu werden.
So konnten wir in unserem Instagram Feed Teile der wichtigen Rede des polnischen Außenministers Radoslaw Sikorski vor der UN verfolgen und nicht nur einen zusammenfassenden, kommentierenden Satz dazu in einer deutschen Zeitung lesen.

Politik. Mode. Rezepte. Kunst. Design.
Für diese Themen nutzen wir Instagram um tagesaktuelle, internationale Sichtweisen und Meinungen zu hören und schöne Dinge des Lebens zu sehen.
Zu unseren Lieblings-Accounts gehören:
Victoria Wolff versteht es, Ihr Haus und Ihren Garten in den East Hamptons (NY) so geschmackvoll, stilsicher und dabei so unprätentiös zu präsentieren, dass es eine wahre Freude ist, ihr bei diesem Traumlebensstil zuzusehen und ihre intelligenten Kommentare zum Familienleben dort zu lesen.
Die Karriere des begabten jungen Pianisten Justus Einhorn zu verfolgen, der auf so sympathische Weise von seinem Klavierlehrer und seiner Konzertwelt berichtet, gibt immer einen positiven Impuls. Wir folgen dem nun 17-jährigen Pianisten bereits seit mehreren Jahren und sind begeistert, in welche interationalen Konzertsäle Talent kombiniert mit großem Fleiß und Leidenschaft führen kann.
Der jüdische Chefkoch aus London kocht dynamisch mit viel Selbstironie und Humor klassisch jüdische Gericht.
Dr. Bing, der US-Neurologe, versteht es auf kurzweilige Art auf Risiken hinzuweisen, die unser Gehirn schädigen können. Seine Postings sind immer wieder ein sanfter Hinweis, beispielsweise das Mobil-Telefon wegzulegen, Social-Media-Pausen einzulegen und im Hier und Jetzt in dieser Zeit lieber zu Laufen, zu Tanzen oder eine neue Sprache zu lernen.
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