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KOREA KOMPAKT – START SEOUL

KOREA KOMPAKT – START SEOUL

4 Tage in Seoul

Vor genau einem Jahr hat GloriousMe erstmals eine Reise nach Korea unternommen: Vier Oktobertage in Seoul waren aus unserer Sicht genau der richtige Start zu einer spannenden Entdeckungsreise des Landes Südkorea.

Start in Seoul

Während die Zahl der europäischen Besucher im benachbarten Japan in den letzten Jahren einen Besucherrekord nach dem anderen bricht, planen vergleichsweise weniger Reisende aus Europa einen Urlaub in Korea.

Für beide Länder ist der Frühling rund um die Kirschblüte im Frühling die Hauptreisezeit. Da GloriousMe mit Reisen in der Nebensaison stets gute Erfahrungen gemacht hat, sind wir vor genau einem Jahr, im Oktober, nach Korea gereist.

Vier Tage in Seoul waren ein gelungener Korea-Auftakt. Zurückgekommen sind wir mit dem Wunsch, noch viel mehr von diesem spannenden Land kennenzulernen.

Ausblick von dem Berg Nansam Mountain © GloriousMe

Eine wahre Metropole

Die Bezeichnung Metropole wird bisweilen inflationär verwendet. Auf Seoul mit seinen 9,6 Millionen Einwohnern (2026), der dichten Bebauung und einer Dynamik, die man Tag und Nacht spürt, trifft diese Bezeichnung tatsächlich zu. Die Bevölkerungsdichte in Seoul ist nahezu doppelt so hoch wie in New York City.

Die Weltbank ist begeistert von der wirtschaftlichen Entwicklung Koreas, das nach dem Ende des Korea-Krieges, 1950 von der Weltbank wirtschaftlich unterstützt werden musste und heute zu den wichtigen Geberländern der Weltbank gehört.

Nirgends kann man diese Dynamik der „Economic Powerhouses“ so spüren wie in der Hauptstadt Seoul. Das ist für jeden Reisenden der aus Europa kommt spannend und elektrisierend. 

Seoul – der sanfte Einstieg

Es gibt keinen Grund als Reisender vor den Dimensionen Seouls zu kapitulieren, wenn man Interesse an Korea hat. Die hervorragende Infrastruktur der Stadt macht es Reisenden leicht, sich in der Stadt zu bewegen und an nahezu jeder Ecke gibt es ein hervorragendes Café, in denen man pausieren kann.

Seoul ist berühmt für seine Cafés, die mit ihrem kreativen und oft sehr geschmackvollen Interieur auch das Auge verwöhnen. Erwarten Sie keine Wiener Gemütlichkeit sondern moderne Architektur in der es hervorragenden Kaffee und köstliche Patisserie gibt.

Les Mains Dorées Neighbourhood Bakery & Café mit Fritz Hansen Interieur © GloriousMe

Starbucks ist zwar an jeder Ecke vertreten, aber es gibt wirklich keinen Grund sich in dieser design-begeisterten Stadt in die hinlänglich bekannten Starbucks-Filialen zu begeben.

Wenn Sie lieber Tee trinken, sollten Sie sich den Namen Osulloc merken. Deren Teeräume in Seoul bieten hervorragenden koreanischen Tee sowie köstliche Leckereien an. Das Osulloc Teehaus in Buckchon lieben nicht nur Tee- sondern auch Architektur-Fans.

Guten Tee mit Kunst gibt es auch im National Museum of Contemporary Art. Ähnlich wie im Victoria & Albert Museum in London nutzt man hier einen Innenhof, so dass man mit einer Tasse Tee in der Hand vom ersten Stock aus auf die Kunst blicken und entspannen kann.

Erst einmal nach oben

Ist man vom Airport ins Hotel gekommen, beispielsweise mit dem Limousine Bus Service Airport-Transfer oder einem privaten Fahrdienst, wie Klook, den man für Seoul aber auch viele andere asiatischen Städte bequem online vorbuchen kann, so dass man sich mit Jetlag nicht zur möglicherweise nachtschlafenden Zeit am Flughafen orientieren muss, kann man durchatmen und sich auf ein urbanes Erlebnis freuen.

Gyeongbokgung-Palast aus dem 14. Jahrhundert © GloriousMe

Am nächsten Tag empfehlen wir, Seoul erst mal von oben zu betrachten. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir haben uns zunächst für den Sky Lotte World Tower entschieden. Im höchsten Gebäude Seouls (und im Moment dem sechsthöchsten Gebäude der Welt) befindet sich auf dem Stockwerk 117 eine Aussichtsplattform, die einen phantastischen Blick auf die Stadt ermöglicht.

Danach haben wir eine Stadtrundfahrt mit dem ‚City Tour Bus‘ genutzt, um bequem durch Seoul gefahren zu werden und die Sehenswürdigkeiten der Stadt entspannt zu betrachten. Empfohlen hat uns die Buslinie der nette Concierge unseres Hotels und wir konnten an einem Busstop auch den von Zaha Hadid entworfenen Dongdaemun Design Plaza in Augenschein nehmen. Bei Tag und Nacht umwerfend.

DDP Architekturjuwel, Kulturkampus von Zaha Hadid © GloriousMe

Und ein zweites Mal nach oben

Wandern ist ein beliebter Sport in Korea. In Seoul kann man das mitten in der Stadt unternehmen: Namsan Mountain. Auf diesen Berg in Seoul kommt man entweder mit der Seilbahn, wie wir sie aus den Schweizer Alpen kennen oder zu Fuß. Dabei gilt es zu beachten, dass es zwei Hauptwege auf den Berg gibt. Der Weg über den sehenswerten botanischen Garten ist sanfter, der alternative Weg beinhaltet einige Treppenstufen.

Namsan Tower auf dem Namsan Mountain © GloriousMe

Schon auf dem Weg zum Berggipfel hat man immer wieder hervorragenden Blicke auf die Stadt. Man könnte noch höher hinaus und auf dem Berg in die Spitze des Seoul Towers fahren. Das sollte man ein wenig abhängig vom Wetter machen. Im Oktober waren die Tage kühl aber klar. Im Sommer oder Winter kann es passieren, dass dichte Wolken über der Stadt liegen. Der Preis einer großen Metropole.

Wählt man den Weg zu Fuß, hat man sich die vielen kulinarischen Erlebnisse, die Seoul bietet, ganz besonders verdient. Die Auswahl ist riesig. Eine Selektion über den Guide de Michelin oder den Louis Vuitton Seoul City Guide empfehlenswert.

Autonome Busfahrt © GloriousMe

Siehe auch

Verwöhnprogramm für die Haut

Selbstverständlich sind in dieser Metropole alle Marken dieser Welt vertreten – sei es Mode, Elektronik etc. Aber, die gibt es auch an vielen anderen Orten. Wenn man daher nur wenige Tage in der Stadt ist, mag man sich vielleicht auf eine Sache konzentrieren, die man an anderen Orten nur schwieriger erhält.

Koreaner lieben eine möglichst makellose Haut und tun viel dafür. Während man in Europa meist nur eine kleine Auswahl koreanischer Kosmetikprodukte erhält, kann man in Seoul in riesigen Drogeriemärkten schwelgen und einen Teil des Koffers damit füllen. Da die Auswahl so überwältigend ist, lohnt es sich auch hier, vorab ein wenig zu recherchieren.

Das Interesse an einem guten Hautbild ist bei Männern wie Frauen gleichermaßen groß. Daher ist eine Behandlung der Haut für beide Geschlechter selbstverständlich. Ein Freund aus England, der mit einer Koreanerin verheiratet ist, hat uns die Forena Clinic empfohlen. Die Homepage ist in englischer Sprache und die Auswahl der Behandlungen verführerisch.

Überwältigend und interessant

Vier Tagen Seoul haben so viel Eindrücke vermittelt, dass man danach gerne einen Gang herunterschaltet. Als Europäer hat man den Luxus dies tun zu können. Die jährliche Urlaubskontingent in Korea beträgt lediglich 4 Tage. Ein rasantes Wirtschaftswachstum kommt nicht von Müßiggang. 

Das bemerkt man als Reisender bereits auf den Straßen. Alle sind im Schnellgang unterwegs. Die Arbeitszeiten sind lang und es wird viel verlangt. Und dennoch sind wir bei Fragen, wenn wir beispielsweise mit der U-Bahn unterwegs waren, immer äußerst hilfsbereiten Menschen begegnet.

Seoul hat uns fasziniert und wir werden sicher wiederkommen und bei einem zweiten Besuch von Korea auch die Hafenstadt Busan und Orte auf dem Land besuchen. In der Zwischenzeit genießen wir koreanische Köstlichkeiten wie die Gochujang Sauce, die bei uns den Ketchup auf dem Tisch ersetzt hat, hören ab und zu K-Pop (achten Sie doch mal auf die Haut des amerikanisch-koreanischen Sängers Eric Nam in dem Video) und tun unserem Körper mit fermentiertem Kimchi Gutes. 

To do | Not to do

To do: Gangnam-Gu District. Einer der 25 Stadtbezirke von Seoul, südlich des Flusses Han. Mit den teuersten Quadratmeterpreisen der Welt fasziniert Gangnam-Gu mit allen Facetten. Architektur, Mode, Kunst, Kulinarik, Cosmetic-Surgery, Museen, Epizentrum der südkoranischen Unterhaltungsindustrie. Welcome to the Future. 

Not to do: Ein Vorschlag an viele Reisende ist ein Besuch der Grenze zu Nordkorea. Wir haben die Fahrt unternommen und uns die ganze Zeit extrem unwohl gefühlt bei striktem Fotografieverbot und sonstigen klaren Ansagen. Für alle jedoch, die Kim-Jong und befreundete Autokraten unterschätzen, mag es durchaus ein lohnenswerter Einblick in einen kommunistischen Staat sein.

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Titelbild: König Sejong der Große, Erfinder des koreanischen Alphabet © GloriousMe 2025

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