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KOCHBUCH PASTA GRANNIES

KOCHBUCH PASTA GRANNIES

Pasta Grannies, das beste Buch um Pasta-Herstellung zu lernen und Italiens Großmütter kennenzulernen

Eine kulinarische Liebeserklärung

Italiens Großmütter – die Nonne – sind hier die Stars.
Sie zeigen, wie man eine ordentliche Pasta herstellt,
mit der man die ganze Familie und sich selbst glücklich macht.
Empfehlenswert und nachahmenswert.

 

In ganz Italien findet man sie: Großmütter, die selbst im hohen Alter in ihrer oft sehr einfachen, bescheidenen Küche stehen und göttliche Pasta für das traditionelle Sonntagsessen der ganzen Familie zubereiten.

Kinder und Enkelkinder sind so mit ihrem Alltag beschäftigt, dass sie kaum mehr Zeit finden, Nudeln selbst herzustellen. Zum Glück gibt es die Großmütter, die meist am frühen Morgen mit geübten Griffen selbstgemachte Pasta kneten und rollen, die sie mit ihrer seit Jahren erprobten Sauce servieren, die von allen geliebt wird.

Welch Glück, dass es die Engländerin Vicky Bennison gibt, die nach vielen Berufsjahren in der Entwicklungshilfe in Ländern wie Südafrika, Sibirien und Turkmenistan nach Italien gezogen ist und begonnen hat, die Pasta-Fertigkeiten der italienischen Großmüttern zu dokumentieren.

Pasta Grannies

Pasta Grannies heißt der YouTube Channel, der Instagram Account und das Buch, in denen Vicky Bennison die jahrzehntelangen Erfahrungen der italienischen Großmütter seit fünf Jahren in Videos, Bildern und Rezepten dokumentiert.

Das Buch und die Social Media Kanäle zeigen Großmütter aus vielen Regionen Italiens: So können wir in die Küche von Doriana blicken, die in den Abruzzen eine Suppe mit Bohnen, Pancetta und (natürlich) selbstgemachten Taglioli kocht und damit ihre Liebsten an kühlen Wintertagen wunderbar wärmt und wir lernen Beatrice kennen, die in Süditalien (natürlich) selbstgemachte Maccheroni mit Fisch und Meeresfrüchten serviert.

Das Buch Pasta Grannies enthält viele der bekannten Pasta Gerichte, die wir in den Osterien, Trattorien und Restaurants in Italien oder bei unserem Lieblingsitaliener so gerne essen: Die klassische Lasagne mit Bolognese, Papardelle mit Wildschweinragout oder Pansotti mit Walnuss-Pesto. Aber es sind auch viele unbekanntere Pasta-Sorten zu entdecken, die oftmals nur regional bekannt sind wie beispielsweise Maccarones de Ungia, die man nur in Sardinien kennt.

Die Rezepte erläutern die Herstellung von Pasta mit Nüssen und Kräutern, Gemüse, Hülsenfrüchten, Meeresfrüchten und Fleisch. Auch Pasta in Brühe wird beschrieben und ein Sonderkapitel widmet sich der Herstellung von Ravioli und Tortelli. Es bleibt kein Pasta-Wunsch offen.

Nur wenige, aber die besten Zutaten

Jeder Kochbuchliebhaber kennt sie: Komplexe Rezepte von Starköchen, die oft eine lange Liste an Zutaten enthalten, von denen einige erheblichen Logistik-Aufwand erfordern: Da werden Algen im Morgengrauen an der felsigen Küste geerntet, frische Pilze im Kiefernwald gesammelt oder Yuzu aus Kyoto eingeflogen.

Nichts davon bei den Großmüttern aus Italien. Bei der Mehrzahl der Rezepte für die Pasta Saucen ist die Zutatenliste erfreulich kurz. Butter oder Öl, je nach Region, ebenso wie Parmigiano Reggiano und/oder ein lokal produzierter Käse sind fast immer mit von der Partie.

Die Passata, passierte Tomatensauce, findet sich in vielen Rezepten und dazu kommt das, was der eigene Garten je nach Saison bereithält: Wilder Fenchel, Majoran, Bohnen oder Kartoffeln. Je nach Region werden bei einigen Saucenrezepten Meeresfrüchte oder Fleisch verwendet. Im Mittelpunkt des Genusses stehen immer die selbstangefertigten Nudeln.

Lucia (85) meint „Wenn Du mit guten Zutaten kochst, dann brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Die Zutaten erledigen die Arbeit für Dich.“ Weniger ist auch hier, mehr. Das Olivenöl der Großmütter ist kalt gepresst und im Kochwasser der Nudeln ist Meersalz zu finden.

Mit Erfahrung und Gefühl – Mengenangaben zu erfahren, ist schwierig

Was wir auch von unseren eigenen Großmüttern kennen: Mengenangaben sind nur ungefähr. Die Omas in Italien und in allen anderen Ländern kochen ihre Gerichte seit vielen Jahren. Sie haben die richtige Menge an Mehl, Eiern und Wasser im Kopf und variieren die Menge je nach Größe der Eier und der Tagesform, mit der sich die Zutaten miteinander vermengen lassen.

Viele der italienischen Damen haben zudem den Luxus, dass es am Ort noch eine Mühle gibt, bei der sie ihr Mehl genau in der Griffigkeit beziehen, die sie für ihre Pasta bevorzugen.

Vicky Bennison bemüht sich in ihrem Buch, dem Pasta-Anfänger die wichtigsten Mengenangaben an die Hand zu geben und meint berechtigterweise: „Probieren geht über studieren. Tasten sie sich an die Mengenangaben heran, indem sie sich selbst an das Pasta Brett stellen und ihre eigenen Erfahrungen sammeln.“

Auf der GloriousMe Wunschliste für Weihnachten

Bis auf wenige Ausnahmen arbeiten alle italienischen Großmütter mit einem Pasta-Brett und dem Mattarello. Der Mattarello ist ein langer Holzstab, der zum Ausrollen der Paste genutzt wird. Wenn nicht auf einem speziellen Holztisch gearbeitet wird, kommt ein Pasta-Brett zum Einsatz, das meist aus Buchenholz, Eichenholz oder Walnussholz besteht. Es sollte keine Holzart sein, die noch ätherische Öle beinhaltet oder sehr porös ist.

Das Pasta-Brett wird ausschließlich zur Herstellung der Nudeln genutzt. Kein anderer Geschmack soll bei der Herstellung der Pasta stören.

Sie können Ihre Pasta-Maschine, die Sie vor vielen Jahren nach Ihrem letzten Besuch in Italien mit der Absicht gekauft haben, jetzt ganz bestimmt diese köstliche Pasta-Gerichte selbst in der eigenen Küche zu zaubern, getrost im Keller weiter verstauben lassen. Das Buch von Vicky Bennison lässt den Plan, Pasta auf einem Holzbrett selbst herzustellen, mit etwas Übung realistisch erscheinen.

Am Beginn müssen ja nicht die komplexesten Nudelsorten stehen, die von den Pasta Grannies in den Videos mit unglaublicher Fertigkeit gerollt, gedrückt und getwistet werden. Und auch mit hauchdünnen Spaghetti muss man nicht unbedingt starten. Die einfacheren Formen erlauben mehr Anfängerfehler und lassen sich mit Lust und Liebe am guten Essen anhand der Rezepte gut nachvollziehen.

GloriousMe wartet noch den Weihnachtsbaum ab, ob sich darunter ein Pastabrett samt Matterello findet und wird dann die Küche in eine kleine Anfänger-Pasta-Manufaktur verwandeln.

Weit überzeugender als die Kardashians

Siehe auch

Die eigentlichen Stars in den YouTube Videos, den Instagram Postings und dem Buch sind die Großmütter selbst. Das Buch enthält die erstaunlichen Biographien einiger der Großmütter.

Die meisten von ihnen haben sehr schwierige Zeiten durchlebt und nicht von ungefähr nutzt keine von ihnen den sonst von TV-Köchen gerne empfohlenen „großen Topf mit viel Wasser“ zum Kochen der Pasta, denn Energie war und ist ein Luxus, den man nicht verschwenden möchte. Es geht offensichtlich auch hervorragend in einem kleinen Topf.

Voraussetzung, in das Buch aufgenommen zu werden, war, dass die Frauen über 65 Jahre alt waren und die Pasta hauptsächlich für ihre Familien und nicht als professioneller Chef in einem Restaurant anfertigen.

Die faltigen Gesichtszüge der italienischen Nonne strahlen Lebensfreude und Eleganz aus. Ohne Zweifel war hier kein Schönheitschirurg sondern nur der örtliche Friseur am Werk, den einige der Damen am Drehtag besucht haben, bevor Vicky mit der Kamera erschien.

Das oft verschmitzte Lächeln der Damen, von denen einige bereits über 90 Jahre alt sind, ihr bescheidenes Auftreten, ihr Strahlen in den Photographien vor dem Pasta-Brett in ihren Küchen lässt jedes Mitglied des Kardashian-Clans alt aussehen.

Pasta Grannies inspiriert weit mehr als jedes noch so schöne Kochbuch

Die Pasta Grannies sind ein Buch, in dessen Bilder und Texte man sich gerne vertieft und das man nicht nur zur Inspiration für das nächste Sonntagsessen aus dem Regal holt.

Wenn einem die Arbeit mal nicht so recht von der Hand geht, hat man sofort das Portrait der 89-jährigen Lucia vor Augen, die sich am Tag nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus in der Bäckerei ihrer Familie für das Buch photographieren ließ und auf die Frage, ob man wirklich mit den Filmaufnahmen vorangehen sollte, oder ob sie sich nicht erst ein wenig Ruhe gönnen wolle, antwortete: „Das ist mein Leben. Ich arbeite seit 60 Jahren in der Bäckerei. Was sollte ich daheim machen.“

Sprachs und begann Raschiatelli mit einer Sauce aus Fenchelsalami, Tomaten und Knoblauch herzustellen. Darüber hobelt sie nicht nur reichlich Pecorino sondern auch frischen Meerrettich. Falls Sie jetzt Sehnsucht nach Italien im Herzen und auf Ihrem Gaumen spüren? Wie wäre es mit Palermo? Noch spüren Sie dort den Zauber einer ganz eigenen, einstmals glanzvollen Stadt. An hervorragenden Pasta-Gerichten sowie Kunst und Kultur herrscht dort kein Mangel.

Und für die Zeiten, in denen das Reisen schwierig bis unmöglich ist: Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Liste unserer italienischen Lieblingsfilme und genießen Sie nach der Pasta eine italienische Filmnacht zuhause.

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